Unser Projekt über Jugend und Radikalisierung
Im Oktober und November 2025 haben wir als Klasse 10/5 im Deutschunterricht mit unserem Lehrer Herrn Dr. Kazmirowski das Buch „Mit der Faust in die Welt schlagen“ von Lukas Rietzschel behandelt. Wir waren die erste Klasse der Schule, die diese Lektüre gelesen hat und konnten uns auf besondere Weise mit dem Roman auseinandersetzen.
Das Buch erzählt von zwei Brüdern, die in einer Kleinstadt in Ostsachsen aufwachsen und mit gesellschaftlichen Spannungen, Perspektivlosigkeit und inneren Konflikten konfrontiert werden. Dabei wird deutlich, wie Radikalisierung entstehen kann und welche Rolle soziale Umgebung, familiäre Strukturen und persönliche Erfahrungen dabei spielen.
Während der Lektüre beschäftigten wir uns intensiv mit den Themen des Romans. Wir diskutierten über Jugend, Identität und Zugehörigkeitsgefühl und legten besonderen Wert darauf, Verbindungen zur Realität herzustellen. Oft wurde uns bewusst, dass die Handlung des Buches gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt, die auch heute relevant sind.
Ein bedeutender Bestandteil des Projekts war außerdem der Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Albrecht Pallas, der sich mit der Frage „Warum radikalisieren sich so viele Jugendliche in Dresden?“ auseinandergesetzt hat und gemeinsam mit einer weiteren SPD-Landtagsabgeordneten eine Initiative gegen die Radikalisierung starten möchte. Das Gespräch bot uns die Möglichkeit, die im Unterricht besprochenen Themen weiterzudenken.
Zum Abschluss des Projekts sahen wir gemeinsam im Kino die Verfilmung des Romans. Der Film eröffnete uns eine weitere Perspektive auf die Geschichte und machte viele Szenen noch anschaulicher.
Durch das Buch, die Diskussionen im Unterricht, den Austausch mit Herrn Pallas und den Film wurde deutlich, dass Radikalisierung nicht nur politisch motiviert ist, sondern auch durch persönliche Lebensumstände und fehlende Perspektiven entsteht. Das Projekt hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein, kritisch zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Elle-Magali Schöppan, 10/5